Menschen

 

                                 die in Fülle leben und lieben wollen
                         die nach Begegnung suchen
                         die nach dem Sinn ihres Lebens fragen
                         die auf der Suche nach neuen Glaubensformen sind
                         die Feste feiern möchten
                         die Gespräch und Austausch suchen
                         die in Krisen Unterstützung brauchen

 

 

 

Eine Ökumenische Gemeinde in Köln-Ostheim stellt sich vor

Artikel der Stadtteilzeitung im Juli 2016

 

"Wir haben nach einer Alternative zur Taufe gesucht, um unseren Sohn auf dieser Welt willkommen zu heißen. Unergründlich e.V. gibt uns die Möglichkeit und Unterstützung, fernab von starren Rahmen unser Fest so zu gestalten, wie wir es uns wünschen."

Dieses Elternpaar freut sich über die Möglichkeit eines Festes zur Geburt im Rahmen des Unergründlich e.V. in Köln-Ostheim.

 

Die Suche nach Spiritualität und Sinn, nach Austausch und Begegnung ist in den letzten Jahrzehnten nicht mehr an die Ortsgemeinde gebunden. Viele Menschen wünschen sich eine individuelle Begleitung in ihrem Leben und möchten sich nicht mehr auf eine „Konfession“, ein „Bekenntnis des Glaubens“ festlegen.

 

„Wir sind auf Unergründlich e.V. im Internet gestoßen, da wir einerseits nach Begleitung für die Hochzeit suchten, die kirchlich geschult und studiert ist, andererseits aber sich individuell mit unseren Wünschen auseinandersetzt und nicht nur in den starren Regeln der Kirche verharrt. Dies haben wir mit dem Unergründlich e.V. gefunden. Schon beim ersten Treffen fühlten wir uns sehr gut aufgehoben. Auch die anderen Möglichkeiten von Begleitung hören sich für uns vielsagend an. Es wird uns das Gefühl gegeben, dass bei zukünftigen Anliegen, etwa einer Lebenskrise, jemand da wäre, an den man sich vertrauensvoll und unkompliziert wenden könnte. Wir sind sehr froh darüber, nach langer Suche Unergründlich e.V. gefunden zu haben.“ So beschreibt es Steffen Eckhard, der mit großer Vorfreude sein Hochzeitsfest mit seiner Braut durch die Seelsorger_in des Unergründlich e.V. begleiten lässt. Für dieses Jahr haben sich bereits 18 Brautpaare angemeldet.

 

„Viele Menschen haben sich von der Institution Kirche entfernt, sind vielleicht ausgetreten, aber haben nicht ihr Glauben aufgegeben“, erzählt Christoph Schmidt, Seelsorger, von seinen Erfahrungen. „Die Menschen, die sich bei Unergründlich e.V. treffen, wollen das Glauben, nicht den Glauben ergründen. Es geht dabei nicht um ein gemeinsames Bekenntnis. Jenseits aller dogmatischer Fesseln erfährt jeder Mensch, dass er in seiner Einmaligkeit von Gott geliebt ist.“

So werden bei den 4 angemeldeten Taufen in diesem Jahr die Kinder nicht in die Gemeinschaft einer Konfession getauft, die einen Glauben mit Worten beschreibt. Sondern das Fest feiert das Leben des Kindes, das schon seit der Zeugung und auch vor der Taufe im Licht und im Segen Gottes steht. „Nicht durch die Taufe wird es zum Kind Gottes, sondern durch Gott. Und das ist ein Grund zum Feiern.“ sagt Christoph. Er hat sich, ebenso wie sein Partner, als katholischer Priester selbstständig gemacht. „Wir sind katholisch, aber nicht wirklich römisch“ meint er schmunzelnd.

 

Axel und Jutta Bend erinnern sich: „An diesem Wochenende ist es nun genau 2 Jahre her, dass unser Zwillinge zu uns kamen. Gerne erinnern wir uns an die Willkommens- und Segnungsfeier, die wir gemeinsam gestalten durften. Wir wissen Eure Aufgeschlossenheit und Offenheit ganz besonders zu schätzen, die eine solche Feier, trotz verschiedener weltanschaulicher Orientierungen, ohne innere Widersprüchlichkeit gelingen lässt. Ihr kennt mein Bild von Weltanschauungen als verschiedenen Sprachen, und was ich damit meine, wird bei Euch erfahrbar. Nur weil meine ‚Sprache’ keinen Begriff für Gott hat, ist dennoch jederzeit ein tiefes und fruchtbares Gespräch miteinander möglich. Da, wo Glaube uns trennt, verbindet uns die Hoffnung. Und dafür bin ich sehr dankbar.“

 

Diese ökumenische Haltung ist auch das tragende Element bei den Gottesdiensten einmal monatlich und zu den großen christlichen Festen. Es kommen Menschen zusammen in ihrer Einmaligkeit, viele verschiedene.

„Bei ökumenischen Begegnungen kommen sonst verschiedene christliche Konfessionsgruppen zusammen und bleiben doch getrennt, wie wir an der schmerzhaften Trennung der Kirchen bis heute erleben“ so Norbert Reicherts, Seelsorger des Unergründlich e.V. „Ökumene in unserem Verständnis – es heißt wörtlich ’in seinem Haus bleiben’ und auch ‚der gesamte Erdkreis’ – wird lebendig, wenn kein gemeinsames Glaubensbekenntnis Voraussetzung ist. Beim Glauben hört die Sprache doch auf“ ist er überzeugt. „Worte sind Versuche, die Bilder beschreiben. Darum heißt der Verein ‚Unergründlich’, weil jeder Mensch und sein Glauben unergründlich bleibt.“ Norbert ist darum zusätzlich gern Kunsttherapeut und bringt diese Begabung mit ein. Nicht zuletzt bei den regelmäßigen Workshops zur Spiritualität.

 

Diese Workshops „Spiritualität“ finden seit 2 Jahren regelmäßig samstags statt. Daraus hat sich auch ein fester Kreis entwickelt, der sich zu biblischen Themen trifft. Begleitet wird er von Ruza Andlar, ökumenische Theologin und Seelsorgerin, die 25 Jahre als Ordensschwester gelebt hat. „Die Bibel ist eine Nuss, die wir knacken müssen“ meint sie, „nur wenn wir sie auf unser eigenes Leben beziehen, wird sie lebendig. Wir alle schreiben an unserer eigenen Bibel.“

 

Zum Angebot gehört auch eine allgemeine psychologische und soziale Beratung, da die Mitarbeiter_in auch Sozialarbeiterin und Psycho-/Kunsttherapeuten sind.

Unergründlich e.V. wird in diesem Jahr Mitglied des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.

Mit dem Verein sind bisher etwa 950 Menschen aus ganz Deutschland in unterschiedlicher  Weise verbunden, manche auch als Pat_innen. Unergründlich e.V. finanziert sich aus Spenden. Ehrenpatin ist die WDR-Moderatorin Bettina Böttinger.

 

Der Verein wird von den Vorsitzenden Katrin Sattler und Katja Duregger geleitet. Und sie freuen sich über die rege Nachfrage. „Den Austausch und die Gemeinschaft braucht es, um sich und das eigene Unergründliche zu entdecken. Und in Lebenskrisen psycho-soziale Beratung. Dafür bieten wir den Raum, ohne Dogmen und in Freiheit“ meinen sie und erzählen dabei auch ein wenig von ihrem eigenen Glauben.

 

Ein besonderer Schwerpunkt der Beratung und Seelsorge liegt in der Begleitung sterbender Menschen. Mit Ruza Andlar sind die beiden Seelsorger der „Lichtblicke der Seele“ daher auch freie Mitarbeiter_in des Palliativ-Teams Köln rechtsrheinisch („SAPV - Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung“). Gemeinsam mit Ärzt_innen und Pflegenden begleiten sie Menschen auf ihrem letzten Lebensweg.

Bei der ökumenischen Eucharistie- und AbendmahlFeier am Tisch zum Fest Gründonnerstag war die Begegnung der Menschen auch mit einer Familie eines Sterbenden tief bewegend.

 

Für Trauerbegleitung und Trauerfeiern können die Seelsorger_in ebenfalls angefragt werden. Und wer möchte, kann auch mal mehrere Tage zu Exerzitien und geistlicher Einkehr im Haus in einem der beiden Gästezimmern mit ihnen wohnen.

 

 

 

Zu den Veranstaltungen oder zur Information sind Sie jederzeit willkommen. Schauen Sie auf der Seite www.Unergründlich.de oder kommen in der Zehnthofstr. 26 in 51107 Köln-Ostheim vorbei!